Themen 2019

Donnerstag, 10.01.2019: Menschenaffenkinder als Patienten

 

Die tierärztliche Betreuung von kleinen Bonobos, Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans erfordert nicht nur eine besondere Sorgfalt, sondern auch eine enge Zusammenarbeit mit Tierpflegern und Humanmedizinern. Dr. Wolfram Rietschel, langjähriger Tierarzt in der Wilhelma, berichtet von interessanten Fällen, nicht nur aus der Wilhelma, sondern auch aus Afghanistan, Ruanda, Sumatra und Bayern. Als Kuriosum sei erwähnt, dass sich bei der Behandlung von Erkrankungen neben Medikamenten aus der Tier- und Humanmedizin auch der Einsatz von Gummibärchen bewährt hat.

 

 

Bild: Dr. W. Rietschel

Elfenblauvogelbild Bild: K. Gähler

Donnerstag, 14.02.2019: Silent Forest – Das leise Sterben der gefiederten Schönheiten

 

Elfenblauvogel, Grünelster und der schneeweiße Balistar sind Singvögel Südostasiens, fliegende Juwelen aus der Schatzkammer von Mutter Natur. Nicht nur optisch bezaubernd, sind auch viele der gefiederten Kostbarkeiten fantastische Sänger. Eine Jahrhundertealte Tradition ist es daher, in der Wildnis gefangene Vögel wegen ihrer schönen Stimmen als Haustiere zu halten. Was lange vernachlässigbar war, hat inzwischen verheerende Ausmaße angenommen und bedroht den Fortbestand unzähliger Arten. Biologin Miriam Wüst berichtet über die aktuelle Artenschutzkampagne „Silent Forest“ und den Beitrag der Wilhelma zum Schutz der Singvögel auch bei uns.

Donnerstag, 14.03.2019: Die Wilhelma – Vom Refugium des Königs bis zum Zoologisch-Botanischen Garten

 

Kaum einer durfte einen Blick in die Wilhelma werfen, die König Wilhelm I. von Württemberg einst für sich als Rückzugsort im maurischen Stil erbauen ließ. Ein „Badhaus“, ein Festsaal und Gewächshäuser mit exotischen Pflanzen versetzten den König und seine Gäste in einen Traum von 1001 Nacht. Die historische Anlage, die Entwürfe des Wilhelmaarchitekten Ludwig von Zanth und historische Pflanzen erzählen auch heute noch von der früheren Pracht. Unter König Karl wurde der botanische Garten der Öffentlichkeit zugänglich.

Erst nach dem 2. Weltkrieg, dank des Einsatzes des gewieften Wilhelmadirektors Albert Schöchle, zogen die ersten Tiere in die Wilhelma ein. Seither hat sich der zoologisch-botanische Garten immer weiter entwickelt und modernisiert. Heute bietet die Wilhelma einen faszinierenden Einblick in das Tier- und Pflanzenreich und trägt zum Erhalt seltener Arten bei. Elaine Blum führt uns durch die Geschichte der Wilhelma und zeigt uns mit vielen Tier- und Pflanzenbildern, die sie zusammen mit ihrem Mann Ulrich Blum gemacht hat, die Schönheit der heutigen Wilhelma.

 

 

Bild: E. und U. Blum

Bild: S. Helbig und H. Eisele

Mittwoch, 17.04.2019: Über Peking in das Land von Dschingis Khan

 

Das Ehepaar Sieglinde Helbig und Hansjörg Eisele reisten über Peking in den Süden der Mongolei. Von dort aus fuhren sie in einem Landrover mit Fahrer und Führer auf teils abenteuerlichen Pisten durch die grandiosen Landschaften der Mongolei. In der Wüste Gobi, der Hauptstadt Ulan Baator und im Altai-Gebirge mit seiner herrlichen Berg- und Seenlandschaft machten sie unvergessliche Wanderungen und übernachteten in Jurtencamps und im Zelt. Dabei lernten sie auch das spartanische Leben der immer noch herumziehenden Nomaden kennen.

In den sechs Reisewochen stießen sie des Öfteren auf Spuren des immer noch allgegenwärtigen Dschingis Khan, der einst weite Teile von Asien beherrschte und bis in unsere Gegend vordrang. Erleben Sie mit den zwei Uhlbachern die Mongolei aus ihrer Sicht. Das Land zwischen Tradition und Moderne, beindruckt mit seiner Natur, den gastfreundlichen Menschen und 60 Millionen Weidetieren. Die Menschen pflegen auch heute noch ihren buddhistischen Glauben sowie ihre originelle Musik und Gesangskultur.

 

Donnerstag, 02.05.2019: Vamos a Valencia: unterwegs mit den Wilhelmafreunden

 

Dr. Peter Helferich lässt noch einmal die wunderschöne Vereinsreise 2018 nach Valencia lebendig werden. Die Wilhelmafreunde besuchten den erst vor wenigen Jahren gegründeten Bioparc, einen Zoo der neuen Generation. Verteilt auf unterschiedliche afrikanische Landschaften leben die entsprechenden Tiere. So durchstreifen Elefanten, Giraffen, Nashörner, Wasserböcke und Impalas die Savanne und im Äquatorialwald sind Gorillas, Zwergflusspferde und Bongos beheimatet.

Auf dem Programm stand auch der über 200 Jahre alte Botanische Garten von Valencia, in dem über 3.000 Pflanzen- und Baumarten zu bewundern sind.

Besonders schöne Stunden verbrachten die Reisenden im größten Aquarium Europas: dem Oceanogràfic. Umgeben von herausragender Architektur ist es Teil der Stadt der Künste und der Wissenschaften. Auf einer Gesamtfläche von rund 110.000 m², in Becken mit einem Fassungsvermögen von ca. 42 Millionen Liter Wasser, leben um die 45.000 Tiere in 500 verschiedene Arten. Für die Förderer öffneten sich am Abend exklusiv die Türen, und so konnten sie ganz in Ruhe durch den 70 Meter langen Unterwassertunnel, vorbei an Haien und Mantas, spazieren. 

Zebras im Bioparc Valencia. Bild: Dr. P. Helferich

Bild: Dr. T. Kölpin

06.06.2019: Mitgliederversammlung
und Wilhelma-Treff

 

Am 06. Juni findet die diesjährige Mitgliederversammlung statt. Alle Mitglieder sind hierzu herzlich eingeladen.
Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnung:

  1. Jahresbericht des Vorsitzenden
  2. Bericht über den Jahresabschluss 2018
    JA-Testat / Feststellung der JA-Zahlen
  3. Entlastung des Gesamtvorstandes
  4. Mitgliedsbeiträge
  5. Aktuelles aus der Wilhelma
  6. Ehrung verdienter Mitglieder
  7. Verschiedenes

 

Bitte beachten Sie, dass Anträge gem. § 7 Abs. 3 der Satzung des Vereins mindestens sieben Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich einzureichen sind. Bitte bringen Sie zur Mitgliederversammlung Ihren Mitgliedsausweis mit, da eine Eingangskontrolle durchgeführt wird.

Nach dem offiziellen Teil hält der Direktor der Wilhelma, Dr. Thomas Kölpin, einen Vortrag mit dem Thema „Koalas für die Wilhelma: gesucht und gefunden?“.

 

Donnerstag, 10.10.2019: Amphibien und Reptilien in Deutschland – 14 Jahre Aktion “Lurch/Reptil des Jahres”

 

 

Der Grasfrosch ist Lurch des Jahres 2018, im Vorjahr war – von der Wilhelma als offizieller Partner unterstützt – die Blindschleiche das Reptil des Jahres 2017. Seit 2006, als die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT e.V.) erstmals mit der Waldeidechse eine solche „Art des Jahres“ ausgerufen hat, wird alljährlich – vergleichbar mit den bekannten Aktionen zum Vogel oder zur Blume des Jahres – in wechselnder Folge ein Vertreter der einheimischen Amphibien- und Reptilienfauna in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Die breit angelegte Naturschutzaktion der DGHT und ihrer AG Feldherpetologie und Artenschutz, in enger Zusammenarbeit mit dem NABU und Kooperationspartnern wie der ÖGH (Österreichische Gesellschaft für Herpetologie) und der schweizerischen KARCH (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz), soll auf die gefährdete Herpetofauna Mitteleuropas aufmerksam machen und die Öffentlichkeit für deren Schutz sensibilisieren.

Im Rahmen des Vortrags porträtiert Dr. Axel Kwet nicht nur den aktuellen Lurch des Jahres und alle weiteren „Arten des Jahres“ seit Beginn der Aktion 2006, sondern stellt auch die bislang noch nicht gekürten Vertreter der einheimischen Herpetofauna vor.

 

 

Grasfrosch Bild: Dr. A. Kwet

Rosalöffler Bild: ©ITCF/CSFI

Donnerstag, 14.11.2019: Ein Korridor für Tapir und Co – die Beteiligung der Wilhelma am Regenwaldschutz in Mittelamerika

 

Das Shipstern-Projekt in Belize, Mittelamerika, kämpft seit knapp 30 Jahren für den Erhalt der tropischen Wälder im Norden des Landes. 2018 wurde nach jahrelanger Arbeit mit dem Ankauf von Land ein wichtiger Schritt zur Vernetzung der bestehenden Schutzgebiete realisiert: 235 km² tropischer Wald sind nun dauerhaft geschützt! Die Wilhelma hat das Projekt mit einer größeren Geldspende dabei unterstützt, die Heimat von Tapir, Jaguar und unzähligen anderen Arten zu sichern. Stefanie Reska, die Artenschutzreferentin der Wilhelma, hat das Projekt im Mai 20018 besucht und berichtet von den Eindrücken und Herausforderungen vor Ort.

 

 

 
 
 

 

Donnerstag, 12.12.2019: Jalisco 2016 – Fische, Vögel und Vulkane

 

Wir reisen mit Dr. Günther Schleussner nach Mexiko, das den Großteil der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika bildet und eines der Länder mit der größten biologischen Vielfalt weltweit ist. Gerade im zentralen Hochland überlappen sich die Verbreitungsgebiete nearktischer Elemente der Flora und Fauna mit denen zahlreicher neotropischer Arten aus Südamerika. Größere Säugetiere bekommt man nur selten zu Gesicht – die Szene wird von Vögeln, Fischen und Reptilien dominiert.

Grandiose Naturlandschaften, ein reiches kulturelles Erbe und pulsierende, moderne Großstädte stehen im wirkungsvollen Kontrast zueinander und lassen eine Reise in diesen Teil Mexikos abseits der großen Touristenzentren auf der Halbinsel Yucatán und an der Pazifikküste zu einem besonderen Erlebnis werden. Wie in allen so genannten Schwellenländern ist aber auch in Mexiko die Zerstörung der Umwelt allgegenwärtig. Speziell in dicht bevölkerten und hoch industrialisierten Regionen wie im Bundesstaat Jalisco schreitet sie mit beängstigender Geschwindigkeit voran.  

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Riefenschnabelani Bild: Dr. G. Schleussner