Neuzugang Gepardin Niara bezieht umgebaute Anlage

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26. Februar 2021

Ganz vorsichtig erkundete Niara am Anfang ihr neues Zuhause. Für die schöne Gepardendame aus dem Zoo Salzburg wurde das ehemalige Eisbärengehege komplett umgebaut. Hierfür haben die Wilhelmafreunde 180.000 Euro gegeben und so einen großen Teil der Umbaukosten von 300.000 Euro getragen.

Ergänzend setzt sich der Verein gemeinsam mit der Wilhelma für bessere Lebensbedingungen der Tiere in ihrer afrikanischen Heimat ein und unterstützt das Schutzprogramm des Cheetah Conservation Funds (CCF) in Namibia mit zunächst 25.000 Euro.

Hilfe ist dringend nötig, denn der Bestand wird auf weniger als 7.500 Tiere geschätzt und somit sind Geparden in Afrika inzwischen stärker gefährdet als Löwen oder Leoparden.

Gepardin Niara wagt einen ersten Blick
Bild: Wilhelma/Dr. H. Knitter
Von Tag zu Tag wird die Gepardin mutiger
Bild: Wilhelma/Dr. H. Knitter

Mit jedem Tag wurde Niara mutiger und jetzt läuft sie ganz selbstbewusst über die Anlage. Die Gestaltungsmaßnahmen im neuen Gehege sind jedoch noch nicht abgeschlossen, denn im Laufe des Frühjahres wird ein exklusiver Aussichtspunkt hinzukommen. Das dafür nötige Netz konnte im Winter nicht installiert werden und so muss sich Niara noch etwas gedulden, bis sie über die Bärenfelsen blicken kann.

Auf der Gepardin ruhen große Hoffnungen. Mit ihren künftigen Partnern Haraka und Zawadi, die in dem bekannten Gehege am Belvedere leben, soll sie für Nachwuchs sorgen. Die Chancen hierfür stehen am besten, wenn man die Geschlechter getrennt hält und Männchen und Weibchen nur zur Paarung zusammenkommen. Vorerst bleiben die beiden Jungs jedoch noch unter sich und Niara kann sich in Ruhe eingewöhnen.

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Geparden sind die schnellsten Landtiere der Erde. Welche Geschwindigkeit können Sie erreichen?

Richtig! Leider falsch!

Geparden können innerhalb von nur drei Sekunden auf bis zu 95 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Zum Vergleich ein Porsche 911 Carrera beschleunigt in 4,2 Sekunden auf 100 Stundenkilometer.

Wo leben Geparden?

Mehrere Antworten möglich!

Richtig! Leider falsch!

Wie alle Raubkatzen sind auch Geparden gefährdet - manche Unterarten sogar vom Aussterben bedroht. Früher erstreckte sich das Verbreitungsgebiet der schönen Tiere von Südafrika bis zum Norden des Kontinents, über die Arabische Halbinsel bis nach Indien. Heute verteilt sich der größte Teil der ca. 7.000 afrikanischen Exemplare auf Namibia, Zimbabwe und Kenia. Eine sehr kleine Population von vielleicht noch 100 Tieren lebt in Asien im Nordiran. Umso bedeutender ist die Haltung und Nachzucht von Geparden in Zoos weltweit. Die beiden Gepardenbrüder Zawadi und Haraka, die in der Wilhelma leben, kommen aus dem Zoo La Boissière du Doré bei Nantes in Frankreich. Niara kommt aus dem Zoo Salzburg.

Was fressen Geparden?

Richtig! Leider falsch!

Geparden sind Raubtiere und deshalb reine Fleischfresser. Zu ihren Beutetieren zählen in erster Linie kleine Antilopenarten wie etwa Gazellen, manchmal auch Hasen und Vögel. Die beiden Gepardenbrüder in der Wilhelma fressen gerne Huhn und Kaninchen, auf Taube hingegen könnten sie verzichten.

Wie alt werden Geparden in der freien Natur?

Richtig! Leider falsch!

Mit zunehmendem Alter nimmt der Jagderfolg auch bei Geparden ab und daher werden sie in freier Natur nur etwa acht Jahre alt. In Zoos leben Geparden länger. Die beiden Wilhelma-Geparden Twist und Tana sind 2019 mit 14 beziehungsweise 16,5 Jahren gestorben.

In welchen sozialen Strukturen leben Geparden?

Richtig! Leider falsch!

Geparden sind meist Einzelgänger. Die männlichen und weiblichen Tiere treffen sich nur zum Zweck der Fortpflanzung. Die Weibchen leben allein mit ihrem Nachwuchs, den sie nach ca. 95 Tagen Tragzeit zur Welt bringen. Brüder aus dem gleichen Wurf bleiben, nachdem sie die Mutter verlassen haben, noch einige Zeit zusammen.