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Februar 2021
Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin, Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart Bild: Wilhelma

Die Wilhelma sagt Danke!

Liebe Freundinnen und Freunde der Wilhelma, liebe Vereinsmitglieder,

für die Wilhelma bleibt die Lage in der Corona-Pandemie ungewiss. Noch ist nicht abzusehen, wann wir den Park wieder öffnen dürfen. Dass wir trotz aller Unsicherheiten zuversichtlich ins neue Jahr gehen können, verdanken wir nicht zuletzt Ihnen. Wir sind sehr dankbar dafür, Freunde wie Sie zu haben, die uns auch in schwierigen Zeiten unterstützen – selbst wenn wir Sie derzeit nicht bei uns begrüßen dürfen.

Ohne die Eintrittsgelder der Wilhelma-Gäste bleibt der überwiegende Teil unserer Einnahmen aus. Dank der Beiträge der Fördermitglieder sind jedoch die wichtigsten Projekte wie die baldige Fertigstellung der zweiten Gepardenanlage sowie der Umbau des alten Menschenaffenhauses in ein Zuhause für Koala & Co. nicht gefährdet. Als Direktor bin ich sehr glücklich, dass trotz Corona kein Stillstand eintritt, sondern wir die Weiterentwicklung der Wilhelma fortsetzen können. Wir freuen uns sehr über Ihre Treue und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen in der Wilhelma,

Ihr Dr. Thomas Kölpin        

Wilbär ist Papa 

Im Mai 2009 verließ der stattliche Eisbär Wilbär die Wilhelma und zog in den Orsa-Bärenpark, der 300 Kilometer nordwestlich von Stockholm liegt. Von Anfang an fühlte er sich in seinem weitläufigen neuen Zuhause mit der Eisbärin Ewa an seiner Seite sehr wohl. Seine Vorliebe für blaue Plastiktonnen hat er sich bewahrt und diese kann er zukünftig an seinen Nachwuchs weitergeben, denn Ewa brachte am 3. Dezember 2020 gesunden Nachwuchs zur Welt.

Bei Eisbären ist die Aufzucht der Jungen immer spannend. Glücklicherweise ist die kritische Phase gemeistert und das Kleine entwickelt sich prächtig. Ewa ist eine tolle Mutter und kümmert sich vorbildlich um den kleinen Bären oder die kleine Bärin.

Mutter und Kind haben die Geburtshöhle noch nicht verlassen, aber auf der Homepage des Bärenparks unter dem Link  https://press.gronklittsgruppen.se/posts/pressreleases/isbjornsungen-har-borjat-rora-sig-mer-och-ar kann man einen Blick auf die beiden erhaschen. Der Text ist zwar auf Schwedisch, aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als Worte.

Wilbär kurz vor seiner Abreise nach Schweden mit Mutter Corinna Bild: Wilhelma    
Auch in diesem Jahr erblüht “Wilhelma Nr. 20” Bild: Wilhelma/C. Mikoteit
Auch die Gewinnersorte aus dem letzten Jahr zeigt erste Blüten. Bild: Wilhelma/ C. Mikoteit

Blühende Schönheiten

 

Der Betrieb des Zoologisch-Botanischen Gartens geht auch während der Schließung weiter. So bereiten die Gärtnerinnen und Gärtner der Wilhelma die Gewächshäuser gerade auf die baldige Kamelienblüte vor. Die Wilhelma kann 19 Arten und rund 150 Sorten dieser asiatischen Teestrauchgewächse ihr eigen nennen. Darunter sind auch 23 Pflanzen, die König Wilhelm der I. von Württemberg, der Begründer der Wilhelma, mit dem Schiff nach Cannstatt bringen ließ. Den hoch qualifizierten Gärtnerinnen und Gärtnern gelingt es jedes Jahr aufs Neue, diese altehrwürdigen Pflanzen zum Erblühen zu bringen. Im Laufe der Jahrzehnte gingen ihre Namen jedoch verloren, sodass diese Sorten mit Nummern versehen wurden.

Eine dieser historischen Schönheiten, mit dem nicht ganz so glanzvollen Titel „Wilhelma Nr. 20“, errang, trotz ihres bemerkenswerten Alters, 2016 den ersten Platz bei der Deutschen Kamelienschau in Pirna. Im vergangen Jahr sicherte sich die Wilhelma dank ihrer erfahrenen Gärtnerinnen und Gärtner mit einer Blüte der Sorte „Nuccio´s Pearl“ erneut den Platz ganz oben auf dem Siegertreppchen.          

Aus Alt mach Neu

 

Ende vergangenen Jahres ist Brillenbär Ambrose hochbetagt im Alter von fast 31 Jahren gestorben. Der Tod von Ambrose bedeutet eine Zäsur, denn jetzt besteht die Möglichkeit, die Anlage zu modernisieren. Bisher lebten Brillen- und Braunbären in benachbarten Gehegen. Zukünftig will die Wilhelma jedoch auf die Haltung von Braunbären verzichten, da diese nicht bedroht sind und dafür den Brillenbären das ganze Gelände zur Verfügung stellen. Die zukünftigen Bewohner können dann über den Innenstall ganz nach Belieben zwischen den beiden Bereichen wechseln.

Brillenbären klettern für ihr Leben gern und so wurde bereits ein Kletterbaum aufgestellt. Ihr Geschick können die Tiere später auch auf eigens angefertigten Netzen beweisen, welche die Gräben zwischen den beiden Anlagenteilen überspannen werden. Als Baumbewohner schlafen Brillenbären ungern auf dem Boden, deshalb werden im Innenbereich erhöhte Schlafnester installiert.

Vor wenigen Tagen wurden die Wassergräben gereinigt. Um die dort lebenden stattlichen Karpfen müssen Sie sich allerdings keine Sorgen machen, die Fische wurden umgesiedelt und sie werden in ein blitzblankes Zuhause zurückkehren.

Die Wassergräben werden von Schmutz befreit Bild: Wilhema/Dr. U. Rademacher